„Es gibt nichts, dass uns aufhalten kann“! So hört man gerne Sportler seines Landes sprechen wenn sie sich auf die Olympischen Spiele vorbereiten. Doch eine Warnung sei ausgesprochen: Beijing ist anders. Anders als Los Angeles, Sydney oder Athen. Hitze, Luftverschmutzung und Wasser macht jeden Sportarzt im Moment Sorgen.

beijing_narrowweb__300x375,0 In diesen Tagen ist es unglaublich heiß in Beijing. Täglich mindestens über 32° C. Kein Problem für Sportler. Schon in Sydney und Athen war es heiß und unter diesen Bedingugne kann auch ein Wettkampf durchgeführt werden. Jedoch ist in Beijing nicht die Temperatur entscheidend, sondern die Luftfeuchtigkeit. Es ist unglaublich schwül. Mit einer Luftfeuchtigkeit von 80-90% ist in den Tagen im August zu rechnen, da der August auch der regenreichste Monat im Jahr ist. Warum dann die Spiele im August, wenn sie doch immer im Juni-Juli stattfinden? Die Verlegung entschied das IOC, da man nicht mit den TV-Rechten in den USA in Konflikt kommen wollte.

o072903A Ein weiteres Problem ist die Luftverschmutzung. Ein wirkliches Problem, dass man hier in Beijing schon seit Jahren kennt. Obwohl unzählige grausige Berichte bestehen, die einen Marathon unmöglich machen, ist die Luft ok. Viele Sportler, die im Vorfeld schon in Beijing trainieren, melden keine Probleme. Anscheinend greifen die kurzfristigen Pläne der Stadtregierung doch. 50% der Fahrzeuge reduziert, Fabriken stillgelegt und neue öffentliche Transportmittel wurden geöffnet. Vielleicht noch kein optimales Ergebnis (blauer Himmel, Sicht bis zum Horizont) aber sicherlich eine erträgliche Umgebung.

Nun wird den Sportlern vor allem empfohlen Wasser zu trinken. Wasser, Wasser und Wasser. Das stellt sich jedoch nicht so leicht dar wie in Deutschland, wo Wasser das bestkontrollierteste Lebensmittel ist. Wasser kann man hier nicht aus dem Wasserhahn trinken. Extra wurde kostenloses Wasser für die Athleten im Olympischen Dorf bereitgestellt.

Diese Bedingungen sind jedoch nur für die Sportarten relevant, die im Freien stattfinden. Sportler in der Halle müssen sich hoffentlich keine Gedanken machen. Es bleibt spannend ob ein Marathon, Radrennen und der Triathlon ohne Probleme in den Straßen Pekings und Umgebung stattfinden kann.

China ist in den meisten Köpfen als Shoppingparadis bekannt. Man kann alles bekommen und zu billigen Preisen. Jedoch stimmt das nur bedingt. Plant man eine Reise sollte man sich zuvor genau über die Preise informieren. Denn schnell kann es sein, dass man über den Tisch gezogen wird. Hier ein kleiner China-Shopping-Guide:

102c Die wirtschaftliche Entwicklung geht rasend voran. Jedoch ist sie noch nicht auf dem Niveau von westlichen Ländern. Am ehesten kann man das am Lohnniveau erkennen. Arbeiter sind billig und bestimmen daher auch die niedrigen Preise der Produkte die sie herstellen. Daher kann man sagen, dass alles was per Hand hergestellt ist relativ billiger ist als in westlichen Ländern. Zuerst sei da an Kleidung, Schuhe und Gebäude gedacht.

jade_man China wird auch gerne als Copyhaus der Welt gesehen. Wegen der fehlenden Durchsetzung des Copyrights finden sich überall kopierte Marken. Seien es DVDs und Kleidung aber auch Autos, Computer oder Medizin. Setzt man nicht viel Wert auf die Qualität so kann man sich immer gerne ein paar Sachen kaufen. Manche sind so gut gefälscht, dass sie nur von Profis entlarft werden können. Man sollte jedoch bei der Einführung auf die Zollbestimmungen seines Landes achten.

peopleview Grundsätzlich kann man sagen: Man bekommt wofür man bezahlt. Billig ist meist in China nicht gleich gut und so halten Schuhe vom Markt die nur 6 € kosten vielleicht 2 Monate bevor sie kaputt gehen. Kauft man sich Originalware bekommt man meist die geforderte Qualität, aber man sollte auch auf den Preis achten. Wenn die Waren nicht in China hergestellt werden, dann müssen sie auch importiert werden. So kann auch einmal ein höherer Preis als im Heimatland möglich sein.

Shopping ist in China angenehm wegen des Preisniveaus. Ist man jedoch zu lange hier gewöhnt man sich wieder daran und will nicht so viel Geld ausgeben.

newuniforms Mein größtes Bedenken, als ich im Februar zum ersten Mal nach Peking kam war, dass die Taxifahrer der Last der ganzen ausländischen Touristen nicht gewachsen sein wird. Sie sprachen kein Englisch, fuhren einen Schrott zusammen und hatten ganz grässliche Umgangsformen.

Bis jetzt.

Wie alles in Beijing, hat sich im letzten halben Jahr einiges verändert. Auch die Taxis. Viele Taxifahrer mussten Englisch lernen und so hat die Stadtregierung extra Kurse eingerichtet. Man findet heute sogar noch viele die mit Englischkassetten in ihrem Taxi herumfahren. Jedoch ist es mir bis heute nicht gelungen eine richtige Konversation mit einem Fahrer zu führen. Immerhin verstehen sie jetzt wenigstens wo ich hinwill.

Doch nicht nur das hat sich geändert. Die Umgangsformen wurden auch aufpoliert. So wissen die Fahrer jetzt, dass aus dem Fenster rotzen keine gute Idee ist.

Ab heute gibt es noch strengere Regeln, die bei Nichtdurchführung sogar zu einer Strafe führen können. Alle Taxifahrer müssen die selbe Kleidung tragen. Eine blaue Hose, gelbes Hemd und eine Kravatte. Natürlich wurde diese Uniform von der Regierung bereitgestellt. Aber wenn ein Taxifahrer damit erwischt wird sie nicht anzuhaben, wird ihm eine Geldstrafe aufgezwängt-

Da haben die Organisatoren aber auch an jedes Detail gedacht. Wenn nächste Woche hunderte aus dem Flughäfen und Bahnhöfen strömen, ist das erste was sie sehen werden wohl ein Taxi. Und wie heißt es so schön: Der erste Eindruck zählt!

china_lab Kein Spaß. In Bejing wurde heute ein extra Labor geöffnet, dass bei den Spielen Sportler untersuchen wird ob sie männlich oder weiblich sind. Dazu wird eine visuelle Untersuchung , sowie eine Untersuchung des Blutes und der Gene durchgeführt. Nur so kann man sich sicher sein, dass der Sportler auch das Geschlecht besitzt, dass er auch angiebt.

Natürlich fragt man sich jetzt was das ganze soll, aber in der Vergangenheit, gab es tatsächlich männliche Sportler, die bei den Frauenwettkämpfen teilgenommen hatten. Z.B.: Santhi Soundarajan aus Indien, eine Mittelstreckenläufer(in), wurde die Bronze Medaille bei den Asian Games 2006 aberkannt, weil sie diesen Test nicht bestand.

Ist das jetzt eine neue Art von Doping? Einfach das Geschlecht fälschen?

2008olympicgames Überall schallt es aus den Lautsprechern: “We are ready” Das populärste der vielen Olympia Lieder die extra für die Spiele geschrieben wurden. We are ready – Wir sind bereit! Doch ist Beijing wirklich bereit für die Spiele? Ist das Land bereit für die internationale Showbühne auf der es in genau 11 Tagen zur schau gestellt wird? Ein exclusiver Webnews-Olympiakommentar aus dem Herzen des Reiches der Mitte von jaybjay.

Nur noch 11 Tage. 11 Tage warten auf das wohl größte Sportereignis der Geschichte Chinas. Wenn es nach den Planern der Olympischen Spiele geht ist alles bereit. Neue Straßen, Gebäude, U-bahnen und Menschen hat es gebraucht. Menschen? Ja, die letzten sieben Jahre, seit 2001 in dem bekanntgegeben wurde, dass Bejing der Austragungsort sein werde, haben auch die Menschen verändert. Sie mussten viel durchmachen und haben sich, so die Kommunistische Führung, zum Besseren gewandelt. Wie einst zu Maos Zeiten ist der große Sprung nach vorne gelungen. Wenn es etwas gibt, dass China sehr gut kann ist es Planen. Alles wurde ins Detail geplant , auch die Umerziehung der Beijinger, und zur Vollendung gebracht.

Doch im Ausland gönnt man es ihnen nicht wirklich. Die westlichen Medien zerreißen China im Vorfeld. Tibet, Menschenrechte und Pressefreiheit. Darf so ein Land die Olympischen Spiele austragen? Eine starkes Spannungsfeld tut sich da auf und es wird interessant wie die ausländische Presse China in der Zeit behandeln wird.

Jedoch sollte einem klar sein: Hier wird Sport gemacht und nichts mehr. Manche versuchen das ganze zu instrumentalisieren wie einst Adolf Hitler 1038 in Berlin. Doch die kommunistische Führung ganz bestimmt nicht. Sie verstecken sich eher vor einer Konfrontation und stellen alles als eine heile Welt da. Chinese-Style eben.

Ja, Beijing ist bereit. Die Chinesen sind bereit. Doch ist die Welt auch bereit? Eine spannende Frage die in einem Monat vielleicht beantwortet sein wird.

Womit Deutschland leider nicht gesegnet wurde ist Service. Kein Monat vergeht in dem nicht wieder neue Nachrichten in den Medien gemeldet werden, die zahllose Firmen für ihren schlechten Service anprangern. In China sieht das manchmal ganz anders aus.

Alles was man sich vorstellen kann und noch viel mehr. In China bekommt man was fürs Geld. Kauft man sich einen Fernseher wird automatisch seine Lieferung und Installation mitgekauft. Meist gilt nicht „Geiz ist geil“ sondern „Service ist geil“. Niergendswo sonst bekommt man beim Friseur eine einstünde Massage gratis und jeder Getränkewunsch wird erfüllt, auch wenn das heißt, dass jemand losgeht und das Getränk extra kauft.

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Warum ist das so? Kapitalismus statt Kommunismus. Hier funktioniert es. Das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre hat in den meisten Branchen einen enormen Konkurenzdruck geschaffen, den die meisten durch den verbesserten Service umgehen möchten. Die chinesischen Kosumenten haben sich soweit an das ganze gewöhnt und nehmen es als „normal“ hin.

Kauft man sich z.B. am Sonntag morgen über die freundliche Hotline der China Communication einen Internetzugang klingelt es schon am Mittag an der Tür und wird kurzdarauf installiert. Erzähle das mal in Deutschland der Telekom!

Eine Kehrtseite, die die Chinesen nicht so sehr beschäftigt wie den Ausländer oder Touristen, ist jedoch, dass man seit dem Serviceboom niemand mehr alleine ist. Läuft man in ein Kleidungsgeschäft stehen gleich drei Bedienungen um einen rum um zu fragen was man denn suche. Wenn man ihnen freundlich bestätigt, dass man nur mal gucken will, stehen sie jederzeit neben dir bereit, bis etwas angefasst wird, sodass sie ihr Kommentar abgeben können. Nichts mit ruhigen einkaufen. Self Service ein Fremdwort!

Wie man es nimmt. Für die einen ist es ein Paradies, für die anderen reine Nerve. Das ganze hat seinen Vorteil, aber auch Nachteile.

2001 traf das ein was alle hofften. Beijing bekam den Zuschlag als Austragungsort der Olympischen Spiele 2008. Seit dem hat sich viel getan und verändert. Doch eins ist geblieben. Die Beijinger haben lange auf diesen Moment gewartet. Wie sie diese Jahre erlebten und was sie von den Olympischen Spielen erwarten, habe ich in einer kleinen Umfrage für webnews.de herausgefunden.

„Als Beijing den Zuschlag bekommen hat war ich schon ganz aufgeregt. Endlich tut sich was im Land“ sagt mir Liu Hua, ein Student in Beijing. Tatsächlich hat sich was bewegt in Land aber vor allem in der Stadt. „Die größte Veränderung sind wohl die Gebäude. Die neuen Stadien sind super. Sowas hatte Beijing vorher nicht und es wird uns auch in Zukunft erhalten bleiben“. Neben den prestigeträchtigen Birds Nest wurden jedoch auch ganze Gebiete neu erschlossen um Platz zu schaffen für die Wohnanlagen des Olympischen Dorfes. Auch Kulturelle Institutionen wurden erschaffen, so gibt es neue auch neue Theater.

„Das ist mir alles zu viel. Das ganze Tam, Tam. Die Chinesen drehen total am Rad. Ich hoffe das ist alles bald vorbei und werde selber während den Spielen in den Urlaub fahren um dem ganzen aus dem Weg zu gehen“ erzählt mir Markus Schulz, ein deutscher Unternehmer in Beijing, der schon seit 10 Jahren hier lebt. Von den Ausländern werden die Spiele in China sehr skeptisch gesehen, da verschärfte Visapolitik und das veränderte Verhalten in manchen Bereich nicht sehr gut ankommt.

„China wird die besten Olympischen Spiele ever veranstalten. Das geht nur in diesem Land. Andere Länder müssen auf viel mehr achten. Wir zerren alle an einem Strang. Das geht nur hier!“ so Wang Yao der selber kein Ticket für die Spiele hat, jedoch sich als ein Olympic Volunteer gemeldet hat. Oft hört man diese Sprüche. Natürlich haben die Spiele auch den Effekt die Menschen näher zusammen zu bringen. Obwohl es so ein großes Land ist. Ähnlich war das auch bei der WM 2006 in Deutschland.

Beijing hat sich verändert. Die Menschen sind geblieben. Was wird bleiben nach den Spielen? Hoffentlich ein guter Eindruck. Das hoffen alle!

Es ist soweit. Die vierte Phase des Ticketverkaufs für die Olympischen Spiele hat begonnen. Dies ist nun wirklich die letzte Möglichkeit Tickets zu bekommen. Im Gegensatz zu den vorherigen Phasen, geht dies nur im richtigen Verkauf. D.h. die die Tickets wollen, müssen sie sich holen. Wer zuerst kommt, malt zu erst!

IMG_2159 Diese Chance wollte ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen. Ein Sport der mich von den Olympischen Sportarten am meisten fasziniert ist Wrestling, da ich den Sport selber einmal ausgeübt habe. Nicht, das was man im Fernsehen sieht, sondern, das echte Wrestling, im Deutschen als Ringen bezeichnet. Leider ist es mir im Vorfeld nicht gelungen Tickets für das Event zu bekommen. Doch heute kam meine Chance.

IMG_2153 Um sieben Uhr morgens ging es los. In die U-Bahn gesetzt und zur Agricultural University of Beijing gefahren. Da sie in einem anderen Stadtteil liegt kam ich dort um 8 Uhr an. Als ich auf den Parkplatz der großen Halle, in denen die Wrestling-Wettkämpfe abgehalten werden, trat, bekam ich einen Schock. Es warteten schon ca. 800 Menschen dort. Doch ich stellte mich trotzdem an. Um neun Uhr ging es dann endlich los mit dem Ticketverkauf. Jedoch nicht wie erwartet.

IMG_2161 Jede Person durfte nämlich nur zwei Tickets kaufen. Daher wurde, nach chinesischer Logik, eine Kasse eröffnet und jeder einzeln bedient. Entsprechend bewegte sich so auch die Schlange voran: Im Schneckentempo. Doch schnell freundete ich mich mit ein paar Mitwartenden an. Mir wurde sogar erzählt, dass am Birds Nest, dem Hauptstadion der Olympischen Spiele, in dem die meisten Tickets verkauft werden, Menschen vor zwei Tagen angefangen haben zu campen. Nur um ein Ticket zu ergattern. Daher sei die Schlange hier eigentlich relativ klein.

Tatsächlich wurde später in den Nachrichten berichtet, dass 40.000 Menschen vor den Birds Nest warteten. An anderen Vorverkaufsstellen lief es nicht anders.

IMG_2165 Nach fünf Stunden, unzähligen Flaschen Wasser und einem vollgeschwitzten T-Shirt (es waren 34° C), erreichte ich endlich das Ticketoffice. Zu dem Zeitpunkt waren jedoch schon alle Finalkarten ausverkauft. Jedoch gelang es mir dann letztendlich 2 Karten für verschiedene Wettkämpfe zu ergattern. Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich mich nun am 12ten und 14ten August auf zur Sporthalle der Agricultural University machen darf, um zwei Vorrunden für die Ringwettkämpfe mitzuerleben!

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Ich weiß was ihr denkt: Das ist doch verrückt!… aber es hat sich gelohnt!

Es gibt Vorbereitungen, auf die Olympischen Spiele, die der ganzen Stadt sehr gut tun. Da wären z.B. die Verbesserte Infrastruktur und verbesserten Sprachkenntnisse (isnb. Englisch) in manchen Institutionen. Jedoch gibt es auch richtig nervige Tatsachen. Eines davon sind die Security Checks.

China besitzt viele Arbeitskräfte. Wenn die nicht irgendwo anders gebraucht werden, sind sie Security Beamte, so schein es gerade jetzt in Beijing zu sein. Sie stehen überall. Wirklich überall in der Stadt. Vor der Ampel, um dir zu sagen, wann du gehen darfst (grün) und wann nicht (rot), auf jeder noch so kleinen Brücke, dass auch niemand herunterfällt und natürlich auch in der Ubahn. In die geht man zurzeit besser nicht mit Gepäck oder eine Rucksack. Denn so kann es passieren, dass man geradewegs herausgefischt wird und dann erstmal einen gründlichen Check durchführen muss.

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Am Flughafen das gleiche Prozedere. Aber nicht so wie an jedem anderen Flughafen. Nein, auch Personen die den Flughafen betreten, also auch zum Abholen, werden kontrolliert. Da kann man gerne mal 2 Stunden mehr mitbringen, wenn man fliegen will.

2642055572_c0138d6b5d Natürlich ist es alles der Sicherheit geschuldet. Die Olympischen Spiele sind ein internationales Ereignis und es droht immer die Gefahr eines terroristischen Anschlages. Doch von wem? China hat vielleicht einige Menschenrechliche Probleme, jedoch sind sie nicht so sehr von Terroristen bedroht wie z.B. die USA.

Meiner Meinung nach, geht das alles ein bißchen weit. Auch die Zuschauer müssen die Spiele genießen dürfen. Dazu gehört Security natürlich auch, aber so dezent, dass sie nicht überall in Gesicht sticht. Die Gradwanderung ist hier leider nicht gelungen.

So heißt es auf einem Plakat, dass ich heute im Dongcheng District in Beijing entdecken konnte. Auf dem Plakat sind außerdem sieben andere No-Go Themen für Chinesen im Gespräch mit Ausländern aufgelistet. Dies ist eine kleine Propaganda-Aktion der Regierung um die Menschen auf die Horden von Besuchern vorzubereiten.

00001 Was passiert wenn man als Ausländer in China „enttarnt“ wird? Es kann überall passieren: Auf dem Klo, im Supermarkt oder im Bus. Erkennt ein Chinese, dass jemand Ausländer ist, wird man sofort angesprochen. Die beliebtesten Fragen sind dabei woher man sei und was man in China mache. Danach kommt aber auch sofort, wie alt man ist, wo man genau wohnt (Adresse), wie viel man verdient und ob man verheiratet ist. Für China-Neulinge also eher unangenehme Fragen.

Gerade darauf Zielt das Plakat im Dongcheng District ab. Worüber man mit Ausländern am besten nicht reden sollte:

1. Frage nicht nach dem Liebesleben, Beziehungen und Sex

2. Frage nicht nach Ausgaben und Einkünften

3. Frage nicht nach Adressen

4. Frage nicht nach der Religion

5. Frage nicht nach persönlichen Erfahrungen

6. Frage nicht was jemand macht

7. Frage nicht nach dem Alter

8. Und natürlich…. Frage nicht nach Politik

Auf zwei anderen Plakaten werden u.a. dann noch aufgezählt, wie man mit den behinderten Ausländern umgehen soll.

00002 00003 Lustig aber wahr. Dies muss den meisten erst noch beigebracht werden. Auf die Beijinger kommt jetzt noch einiges zu. Das Plakat ist wohl erst der Anfang. Dennoch merkt man jetzt schon die Ausmaße die das ganze annimmt. Zieht man, egal wo, in Beijing eine Straßenkarte aus der Tasche ist man bereits „enttarnt“. Sofort bietet sich jemand an, dir den Weg zu zeigen. Leider gibt es meistens falsche Antworten, da es für Chinesen nichts schlimmeres gibt, als es nicht zu wissen. Also sagen sie besser was. Lieber drei Leute fragen, bevor man losgeht!

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