IMG_2132 Schaut man heute auf Beijing’s Straßen ist es wie ein Wunder. Der Verkehr fließt. Es fahren also Autos und kämpfen sich nicht Meter um Meter Autos durch einen Dauerstau. Nur durch aufmerksames Beobachten der Vehicel versteht man warum. Denn neuerdings bestimmt die letzte Zahl der Nummernschilder wer fahren darf und welche privaten Autos zu Hause bleiben müssen.

IMG_2128 Wiedereinmal eine kleiner Schritt zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und ein Versuch das Verkehrschaos unter Kontrolle zu bringen. Seit Sonntag ist das System nun in Aktion. An diesem Tag dürfen nur Autos fahren die eine gerade Zahl als letzte Ziffer des Nummerschilds haben. Am Montag dann nur die Ungeraden. Taxis und Busse sind davon ausgenommen.

IMG_2130 Als ich heute mit dem Bus unterwegs war ist mir schon aufgefallen, dass sehr viele „Neue“ an Bord sind, sprich Leute die man normalerweise nicht antrifft. Neben jungen Studenten, die ihren weg zur Uni bahnen, sind auch Geschäftleute, Banker und Bussinesspersonen unter hinen die zur Arbeit wollen. Wenn man aus dem Fenster guckt, dann sieht man das es tatsächlich funktioniert. Nur Autos mit geraden Nummernschildern. Zusätzlich eine freie Spur. Die sogenannte Olympia-Lane die nur von offiziellen Olympia-Autos befahren werden darf. Diese speziellen Spuren ziehen sich durch die ganze Stadt.

IMG_2134 Es ist erstaunlich zu was sich die Beijing-Chinesen alles bewegen lassen. Aus dem Straßenchaos wird eine gepflegte Ruhe. Als ich mit einem älteren Herr im Buisness-Anzug rede, bestätigt er mir, dass er zwar ein Auto hat, jedoch nun auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen ist: „Es ärgert mich nicht. Das System kommt allen zu Gute. Die Öffentlichen Verkehrsmittel in Beijing sind sehr gut und durch die drei neuen U-Bahnlinien stört es mich nicht, dass ich nicht Autofahren kann. Ich komme genauso schnell zur Arbeit wie immer“.

Als ich heute Mittag durch Beijing wanderte auf der Suche nach einem Supermarkt holte ich mein Handy heraus um erstaunliches zu entdecken. Mit meinem WLan fähigen Nokia E61, konnte ich ein WLAN empfangen. Egal wo hin ich ging es war immer noch da. Später konnte ich auch herausfinden warum.

161189257_8d8c65c5f8 Im Zuge der Olympischen Spiele will sich China bereit zeigen. Bereit für alles was kommen mag. Dazu gehört wohl auch die Technik. Man will nicht mehr als rückständiges Land gesehen werden. Findige Unternehmer haben sich nun zur Aufgabe gemacht das Zentrum von Beijing mit WiFi zu versorgen. Mit der Hilfe der Stadtregierung ist es gelungen eine Fläche von über 100 qm² mit WiFi zu versorgen und das beste ist, dass der Dienst auch noch kostenlos ist. Bis zum Jahr 2010 soll das Gebiet noch erheblich erweitert werden. Nach den Olympischen Spielen, wird es wohl ein Paid-Service werden.

Für mich hat sich das ganze schon ausgezahlt, da ich, als ich planlos durch die Stadt wanderte und einen Supermarkt suchte, mein Handy herausholte und über Google Maps den nächsten Carrefour fand. Super Service!

mapofwirelessspots270 Mobiles Internet fände ich in Deutschland schon lange angebracht. Nicht, dass es nicht möglich wäre, jedoch sind die Tarife meist so schlecht, dass es sich noch nicht druchgesetzt hat. Man möge sich nur mal vorstellen, wie sich das Nutzungsverhalten ändern könnte. Eine kurze Suche bei der Suchmaschine seiner Wahl und man könnte Preise, Produkte und mehr finden. So wäre das einkaufen schon viel einfacher!

In Deutschland ärgert man sich noch über UMTS, DBVH und anderes und in China ist es schon gelungen die Ganz Stadt unter WiFi zu setzen. So einfach geht das manchmal. Respekt! 

2684695679_58337b17ca Eigentlich ist es für Beijing ein großes Ereignis. Das U-Bahn netzt besitzt im Moment nur 5 Linien. Heute wird das System auf 8 upgegraded. Neben einer Olympia-Linie, mit der man direkt die meisten Olympischen Städten erreichen kann, werden noch die Flughafen Express und die eröffnet. Ein wahres Transportfest für Chinesen.

2684688303_293a184ae9 Lange stand kein Datum fest, wann denn nun wirklich die Linien zu benutzen  sein werden. Ich weiß auch nicht, warum nie ein wirkliches Datum festgelegt worden ist. Aber man hat dann durch die Zeitung erfahren, dass am Wochenende der Zeitpunkt gekommen sei. Darum machte ich mich auch gleich mal auf den Weg in den Untergrund.

2684694287_0d4d820acf Als ich Tage zuvor vor der Station Sing stand, wurde noch kräftig gearbeitet. Man konnte nur rätseln, was da unten noch alles nicht fertig ist. Jetzt ist alles blitz und blank und ich nehme die Rolltreppe nach unten. Vorbei an schon installierter Werbung, fängt sofort ein riesiger Bildschirm meinen Blick. Es werden darauf aktuelle Informationen zur Bahn gezeigt. Leider nur auf chinesisch. Da hat wohl jemand nicht wirklich mitgedacht …

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2684696437_c1d7c81bc1 Heute sind viele naheliegende Bewohner der Station herbeigeilt um die Station zu betrachten. Vor den neuen Automaten stehen neugierige Rentner, die sich ein Ticket kaufen möchten. Ein netter Herr von der U-Bahn Station erklärt ihnen wie. Die Station macht schon einen sehr sauberen und neuen Eindruck. Auch die Sicherheitleute stehen bereit um Checks zu machen bevor Leute einsteigen.

Imposant ist, dass die Stadtregierung es geschafft hat solche U-Bahnstationen in 7 Jahren zu bauen. Nun ist es viel leichter von A nach B zu kommen und sicherlich auch ein großer Vorteil für die Infrastruktur auch nach den Spielen. Es bleibt jedoch abzuwarten ob Peking die Menschenmassen mit nur 9 U-Bahnlinien handeln kann!

2622767374_c5bb1d0ec2 Ich war jetzt schon öfters hier in China beim Frisör und noch kein Mal wurde ich vollständig enttäuscht. Zuvor habe ich immer verschiedene Horrorgeschichten gehört, aber das hat mich nicht abgehalten. Ein paar Eigenheiten sind mir dann doch aufgefallen.

217028138_4dbbec0298 Erstmal ist es super billig. Ein Haarschnitt kann man um die Ecke schon für 5 Yuan (umgerechnet 50 Cent ) bekommen. Der Schnitt würde dann aber auf der Straße stattfinden und wohl nicht von einem ausgebildeten Frisör gemacht werden. Besser sind dann schon die meist ausgefallenen Haarstudios, wo man einen Schnitt mit waschen schon für 30 Yuan (3 €) bekommen kann. Diese sind dann schon ok.

Gibt man ein bisschen mehr aus, darf es auch noch etwas Service extra sein. Manche Studios zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr Masseure als Frisöre eingestellt haben. Da wird man vor, während und nach dem Schnitt nochmal kräftig durchmassiert.

Was mir auch sehr gut gefällt, ist dass  man sich für den Kunden Zeit nimmt. Obwohl man nicht viel bezahlt,  gibt sich der Frisör richtig Mühe. Bei würden manche Frisöre in Deutschland nur kurz mit der Schneidemaschine drüber gehen und in 10 Minuten wäre die Sache erledigt. Hier will man den Kunden jedoch beweisen, was für ein toller Typ man doch ist und schneidet alles mit der Schere um später doch noch einmal mit der Maschine drüber zugehen.

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Ach ja, ich habe noch nie eine Frisöse gesehen. Der Beruf ist wohl hier fest in Männerhänden!

2649447498_d629d65c52 Heute gab das Organisationskomittee bekannt, dass die Zeit offiziell abgelaufen sei um Tickets zu transferieren. Zuvor konnte man noch Tickets auf eine bestimmte Person übertragen lassen, sodass theoretische auch Schwarzmarktkäufe möglich waren.

Die Tickets durften bis zu einem Mal auf eine andere Person übertragen werden, danach jedoch nicht mehr.  Zuvor hatte das OK aber gewart, dass „Jeglicher Wiederverkauf von Tickets illegal sei“. Nichtsdestotrotz entwickelte sich in den letzten Monaten ein florierender Schwarzmarkt.

Die diesjährigen Olympischen Tickets sind ohnehin schon sehr billig. Tickets für die Vorrunden beginnen bereits bei 5€ und sind somit auch für den normalen Chinesen erschwinglich. Die Schwarzmarktpreise wollen jedoch gleich 50€ für ein solches Ticket was natürlich viel zu hoch ist. Jedoch mussten wohl einige dieses Angebot wahrnehmen um überhaupt an Tickets zu kommen.

Ob über Ebay, Freunde oder dubiose Verkäufer auf den Straßen. Durch das abschließen der Transferperiode soll dem illegalen Handel nun ein Ende gesetzt werden. Doch wird es das wirklich?

Nach kurzer Recherche sieht man immer noch Foren und Angebote im Internet. Wieso wohl? Ich glaube es wird ablaufen wie bereits bei der WM 2006 in Deutschland. Damals konnte man nur Tickets mit Angabe der Personalausweisdaten  bekommen. Als ich damals bei dem Spiel Angola vs. Mexiko war blühte der Schwarzmarkt auch unerlässlich. Man bot mir (für dieses Schrottspiel 0:0) 600€ für eine Karte. Warum man mir überhaupt Geld bot wurde mir klar, als wir das Stadion betraten. Keine Ausweiskontrolle. Keine personalisierten Karten. So wird es wahrscheinlich auch bei den diesjährigen Spielen aussehen.

Ich bin mal gespannt, wann das OK einsehen muss, dass ein Schwarzmarkt so gut wie nicht zu unterbinden ist. Mal sehen ob ich noch ein paar Karten vor den Stadien ergattern kann! 

Heute kam es raus und es ist eine große Nachricht hier in China. Das Chinesische Olympische Komitee hat die Regeln bekannt gegeben um die Sicherheit im Stadion zu garantieren.

Nicht überraschend dürfen nun keine Banner, musikalischen Instrumente und Softdrink-Behälter in die Olympischen Austragungsorte mitgebracht haben. Wahrscheinlich will das Komitee dadurch auch politischen Aktivismus unterbinden, da so keine unerlaubte Werbung, Parolen oder sonstiges im Fernsehen zu sehen sein werden.

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Neben diesen Regelungen ist es für Chinesen jedoch sehr schwer zu verkraften, dass auch keine Regenschirme mitgenommen werden dürfen. Diese werden größtenteils als Sonnenschirme benutzt. Wer schon mal in China war, sieht sie überall. Sobald ein kleiner Sonnenstrahl die Haut erwischt wird der Schirm geöffnet. Denn im Gegensatz zu Leuten aus dem Westen halten die Chinesen gar nichts von einem Teint. Gebräunt zu sein portraitiert nämlich in ihren Augen hart und schwer auf den Feldern zu arbeiten. Also arm zu sein. Daher wird versucht, die Haut möglichst weiß (gelb?) zu behalten.

In den chinesischen Medien gab dies heute schon einen großen Aufschrei. Die Menschen müssen wohl am Eingang lernen, dass dies auch ein Sicherheitsrisiko bedeuten kann. Außerdem versperrt es die Sicht.

Ich freue mich schon auf ein Foto auf dem hunderte von Regenschirme sieht, die leider am Securitycheck steckengeblieben sind.

Skurril ist auch: Neben diesen Bann wurden auch verboten: Fotos mit Blitz, Trunkenheit, Nackheit, Trillerpfeifen, Glückspiel, Zigarettenanzünder, Kameras und Radios. Na dann mal viel Spaß beim filtern!

IMG_0056 Heute konnte ich für Webnews.de ein besonderen Leckerbissen an Land ziehen. Ich konnte den, eigentlich für Besucher nicht zugänglichen, Shanghai Stock Exchange besuchen. Für Webnews konnte ich so einen exklusiven Einblick in das Finanzzentrum Chinas werfen.

IMG_0029 Nicht sehr populär, dennoch ein Fels in der Brandung wenn man an die internationalen Finanzgeschäfte in der Welt denkt: Die Shanghai Börse. Die sehr junge Geschichte hinter den Investments in chinesischen Firmen, seit der Öffnung des Landes, steht eine hohe Bedeutung zu, wenn man betrachtet was China für eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft in Zukunft beigemessen wird.

IMG_0030 Für meinen Besuch, wollte ich natürlich auch nach was aussehen. Daher ließ ich mir, hier in Shanghai, in den letzten Tagen einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen. Diesen bekommt man in China für umgerechnet 50€. Mit dem neuen Anzug ging es dann heute Morgen gleich zu dem riesen Gebäude. Von außen sieht es aus wie ein Quadrat, mit einem Lock in der Mitte.

IMG_0045 Innen durfte ich mich erstmal durch die Horden von Security kämpfen, bis ich dann meine Kontaktperson, Mrs. Ciu, antraf. Bevor er mir die Hand gab tauschten wir Visitenkarten aus. So ist das in China. Er fing sofort an mir alles über die Börse und ihre Wichtigkeit zu erzählen. Dann führte er mich in die Gallerie des Börsenraumes. Und…

… es war nichts los!

IMG_0051 Keine schreienden Menschen, keine hektische Bewegungen von Händlern. Nur hier und da saßen ein paar Händlern vor einem PC. Sonst tote Hose.

 

IMG_0036 Ein typischen Bild für Börsen. 1998 wurde das Tradingsystem in Shanghai komplett digitalisiert und daher ist nichts mehr los. Die Kauf- und Verkaufsvorgänge werden nun komplett von Computern übernommen. Das gleiche wie in Frankfurt. Die Börse wird daher nur noch als Erinnerung an alte Zeiten benutzt.

Auf riesigen Leinwänden konnte man die Kurse der 30 größten Aktien Chinas beobachten. Interessant dabei war, dass die roten Zahlen Kursgewinne anzeigten und die Kursverluste in grün gezeigt wurden. Komplett gegen die eigentliche Vermutung. Die ist, erklärte mir Herr Ciu, zurückzuführen auf die Tradition der Chinesen, die Rot als ein gute Farbe einschätzen.

Insgesamt war der Besuch an der Börse sehr kurz und schlüssig. Fazit bleibt, dass die Shanghai Börse nicht wirklich etwas besonderes ist. Börsen sind heute wohl nicht mehr, dass was man sich vorstellt. Mit Ausnahme der New Yorker Börse, sind die Systeme bereits komplett digitalisiert und nichts ist geblieben vom alten Flair. Eigentlich schade.

Alle Transportmittel Chinas habe ich schon ausprobiert. Von Rikscha bis Flugzeug. Manches hat mir gut gefallen, manches auch nicht so sehr (Sleeperbus). Heute war jedoch das Highlight meiner Reise erreicht. Ich durfte mit dem Transrapid fahren. Deutsche Technik meets China.

Maglev heißt das gute Stück und an der Haltestelle Dongchang Lu kann man in die Magnetschwebebahn umsteigen. Ein Prestigeprojekt mit deutscher Technik wartet heute auf mich. Zuerst darf man an der Station seinen Weg durch ein kleines Museum bahnen. Es erklärt die Vorteile der Bahn und auf den Tafeln wird sogar erwähnt, dass es sich hier nicht um chinesische Technik handelt. Danach kommt gleich der Ticketschalter an dem ich 80 Yuan abdrücken darf (8€). Vielleicht ein bißchen teuer, wenn man bedenkt, dass die Fahrt ca. 8 Minuten dauern soll. In diesen acht Minuten werden wir auf 431 km/h beschleunigen. Los geht’s!

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Beim Einsteigen erinnert die Bahn irgendwie an eine Metro. Nicht viel (außer die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen) zeigen, dass es sich hierbei um eine Magnetschwebebahn handelt. Diese Bahn schwebt also durch Magnettechnik auf einer speziell hergestellten Bahn. Dies erlaubt ihr die enorme Geschwindigkeit.

Innen im Zug erinnert es ein wenig an einen ICE. Schnell wünscht mir die freundliche Dame aus dem Lautsprecher noch eine gute Fahrt und der Zug fährt an. Zunächst nichts besonderes, doch kann man dann auf der Anzeige sehen wie schnell der Zug beschleunigt.

Auf einmal ist die 400 km/h Grenze erreicht und wenn man nach draußen schaut fliegt die Welt nur so vorbei. Ein netter Herr, der sich neben mich gesetzt hatte, erklärt mich noch, dass es in Wirklichkeit noch viel schneller aussieht. Nur die Fenster des Zuges sind speziell präpariert, sodass es angenehmer für das menschliche Auge ist und einem nicht schwindelig wird. Trotzdem fühl ich in diesem Moment ein bisschen Kopfschmerzen. Wahrscheinlich durch die enorme Beschleunigung.

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Kaum ist der Zug auf der Spitzengeschwindigkeit angekommen geht es schon wieder runter. Ich komme am Pudong Airport Bahnhof an. Das war eine schnelle Fahrt.

Heute kam es raus und es ist eine große Nachricht hier in China. Das Chinesische Olympische Komitee hat die Regeln bekannt gegeben um die Sicherheit im Stadion zu garantieren.

DSCN3259 Nicht überraschend dürfen nun keine Banner, musikalischen Instrumente und Softdrink-Behälter in die Olympischen Austragungsorte mitgebracht haben. Wahrscheinlich will das Komitee dadurch auch politischen Aktivismus unterbinden, da so keine unerlaubte Werbung, Parolen oder sonstiges im Fernsehen zu sehen sein werden.

IMG_0980 Neben diesen Regelungen ist es für Chinesen jedoch sehr schwer zu verkraften, dass auch keine Regenschirme mitgenommen werden dürfen. Diese werden größtenteils als Sonnenschirme benutzt. Wer schon mal in China war, sieht sie überall. Sobald ein kleiner Sonnenstrahl die Haut erwischt wird der Schirm geöffnet. Denn im Gegensatz zu Leuten aus dem Westen halten die Chinesen gar nichts von einem Teint. Gebräunt zu sein portraitiert nämlich in ihren Augen hart und schwer auf den Feldern zu arbeiten. Also arm zu sein. Daher wird versucht, die Haut möglichst weiß (gelb?) zu behalten.

Picture In den chinesischen Medien gab dies heute schon einen großen Aufschrei. Die Menschen müssen wohl am Eingang lernen, dass dies auch ein Sicherheitsrisiko bedeuten kann. Außerdem versperrt es die Sicht.

 

Ich freue mich schon auf ein Foto auf dem hunderte von Regenschirme sieht, die leider am Securitycheck steckengeblieben sind.

Skurril ist auch: Neben diesen Bann wurden auch verboten: Fotos mit Blitz, Trunkenheit, Nackheit, Trillerpfeifen, Glückspiel, Zigarettenanzünder, Kameras und Radios. Na dann mal viel Spaß beim filtern!

IMG_0056 Heute konnte ich für Webnews.de ein besonderen Leckerbissen an Land ziehen. Ich konnte den, eigentlich für Besucher nicht zugänglichen, Shanghai Stock Exchange besuchen. Für Webnews konnte ich so einen exklusiven Einblick in das Finanzzentrum Chinas werfen.

IMG_0029 Nicht sehr populär, dennoch ein Fels in der Brandung wenn man an die internationalen Finanzgeschäfte in der Welt denkt: Die Shanghai Börse. Die sehr junge Geschichte hinter den Investments in chinesischen Firmen, seit der Öffnung des Landes, steht eine hohe Bedeutung zu, wenn man betrachtet was China für eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft in Zukunft beigemessen wird.

IMG_0030 Für meinen Besuch, wollte ich natürlich auch nach was aussehen. Daher ließ ich mir, hier in Shanghai, in den letzten Tagen einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen. Diesen bekommt man in China für umgerechnet 50€. Mit dem neuen Anzug ging es dann heute Morgen gleich zu dem riesen Gebäude. Von außen sieht es aus wie ein Quadrat, mit einem Lock in der Mitte.

IMG_0045 Innen durfte ich mich erstmal durch die Horden von Security kämpfen, bis ich dann meine Kontaktperson, Mrs. Ciu, antraf. Bevor er mir die Hand gab tauschten wir Visitenkarten aus. So ist das in China. Er fing sofort an mir alles über die Börse und ihre Wichtigkeit zu erzählen. Dann führte er mich in die Gallerie des Börsenraumes. Und…

… es war nichts los!

IMG_0051 Keine schreienden Menschen, keine hektische Bewegungen von Händlern. Nur hier und da saßen ein paar Händlern vor einem PC. Sonst tote Hose.

 

IMG_0036 Ein typischen Bild für Börsen. 1998 wurde das Tradingsystem in Shanghai komplett digitalisiert und daher ist nichts mehr los. Die Kauf- und Verkaufsvorgänge werden nun komplett von Computern übernommen. Das gleiche wie in Frankfurt. Die Börse wird daher nur noch als Erinnerung an alte Zeiten benutzt.

Auf riesigen Leinwänden konnte man die Kurse der 30 größten Aktien Chinas beobachten. Interessant dabei war, dass die roten Zahlen Kursgewinne anzeigten und die Kursverluste in grün gezeigt wurden. Komplett gegen die eigentliche Vermutung. Die ist, erklärte mir Herr Ciu, zurückzuführen auf die Tradition der Chinesen, die Rot als ein gute Farbe einschätzen.

Insgesamt war der Besuch an der Börse sehr kurz und schlüssig. Fazit bleibt, dass die Shanghai Börse nicht wirklich etwas besonderes ist. Börsen sind heute wohl nicht mehr, dass was man sich vorstellt. Mit Ausnahme der New Yorker Börse, sind die Systeme bereits komplett digitalisiert und nichts ist geblieben vom alten Flair. Eigentlich schade.

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