Das waren sie also. Die Olympischen Spiele 2008 sind vorbei – Und ich war dabei!

Lange habe ich auf diesen Moment gewartet. Die Fackel wird entzündet und der Sport beginnt. Doch diesmal war es doch ein bisschen anders, denn das Austragungslang war China.

Ein Land, dass von außen einer riesen Kritik ausgesetzt war. Ein Land, dass von innen 1,3 Milliarden trotzende Chinesen dem entgegenstanden, die die besten Olympischen Spiele organisierten wollten.  Und ein Land, in dem ich jetzt ein halbes Jahr gelebt habe.

Am Anfang war man ja sehr skeptisch. Das IOC vergibt die 2008 Spiele an ein Entwicklungsland. China ist somit auch vom IOC anerkannt eine Olympiade auszutragen. Ob sie wohl dazu im Stande sind, fragten da die Medien. Sieben Jahre später straft China alle mit Kritiker. Die Stätten sind fertig, Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und das Land entsprechend eingestellt.

Doch immer wird nach etwas neuem gesucht. Menschenrechte, Luftverschmutzung und Pressefreiheit. Große Probleme im Vorfeld. Kleine Sache bei den Spielen. Wenn man jetzt mal ehrlich ist, sind die Spiele gut verlaufen. Und, ausgenommen der Luftverschmutzung, die hervorragend unter Kontrolle gebracht wurde, hatte eh nichts mit den Sportlichen Leistungen zu tun.

Denn wenn wir jetzt mal von einem chinesischen Standpunkt aus schauen, können wir erkennen, dass die Spiele tatsächlich was bewegt haben. Die Sonne schien in Peking, die Menschen lernten Englisch und viele wissen jetzt, dass nicht alle farbigen Menschen aus Afrika kommen. Ja, wirklich. Es hat was gebracht!

Mein persönliches Resümee: Es war doch ein wenig anstrengen. Zu sehen wie sich die Stadt verändert ist schön. Täglich gibt es neue Dinge zu entdecken. Doch als die Spiele dann begonnen hatte wurde es stressig. So viele Menschen überfluten die Stadt.

Menschen, die nicht das richtige Peking sehen wollen. Menschen, die hier sind um ein Sportereignis beizuwohnen. Und auch nur um es zu sehen. Die Kultur bleibt fremd. Das Essen wird probiert, doch schnell abgetan. So sind olympischen Touristen halten.

Dennoch hat das Ganze meine Olympiaerfahrung nicht getrübt. Es war eine tolle Erfahrung und wird es auch bleiben. Gerade weil Peking der Austragungsort war. Wenn ich vielleicht das Glück habe auch in London dabei zu sein, wird es natürlich anders ablaufen.

Aber leider gibt es dann keine kleinen spannenden Eigenheiten der Kultur zu entdecken, wie in China. Denn das war gerade das interessante an diesen Spielen.

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