Webnews Augenzeuge Olympia Live: Beach Volleyball

Nach einem unerträglich heißen und schwülen Tag in Peking, dem ich vor dem Fernseher verbrachte, machte ich mich heute auf den Weg zu meinem nächsten Olympischen Live Event: Beach Volleyball!

Das Beachvolleyballfeld liegt im Chaoyang Park, einer riesigen Anlage im Osten Pekings. Zuerst wollte ich selber von der U-Bahn zum Feld laufen, merkte aber dann, als ich mich doch entschieden hatte den Bus zu nehmen, dass es auf der Karte kleiner aussieht als in Realität. Ein Klassiker in Peking.

IMG_2273 Am Gelände angekommen musste ich natürlich wieder durch die Security. Wie immer ging alles schnell und die Volunteers waren sehr freundlich. Kaum war ich durch, stand ich auch schon vor der riesigen Anlage.

IMG_2276 Als ich mich auf die Zuschauerränge des Feldes begab, waren dort schon einige Menschen, die die spielenden Team Schweiz und Lettland anfeuert. Sehr lustig anzusehen: Die Schweizer schrien “Hop Schwitz” und die Chinesen wollten einstimmen, bekam jedoch nur ein gebrochenes “Ho Schwi” heraus.

IMG_2281 Ich konnte mir dann auf meinem Platz einige Volleyballspiele anschauen, jedoch war das Drumherum noch viel interessanter. Denn ähnlich wie im Basketball, gibt es Cheerleader, laute Musik und Animateure. Wenn eines der Teams einen erfolgreichen Block durchgeführt hatte, wurde, zu meiner großen Überraschung, das Lied “Mein Block” vom deutschen Rapper Sido eingespielt. In den Pausen sorgten die Cheerleader von verschiedenen Nationen und die lustigen Fuwas, die olympischen Maskottchen, für Stimmung. Sogar die etwas trägen Chinesen wurden von den von Animateuren dazu gebracht, eine Laolawelle zu beginnen. Alles in allem ein riesen Spaß.

 IMG_2283 Da es sich nur um eine Vorrunde handelte, verschwanden von Spiel zu Spiel immer mehr Zuschauer. Nur die Deutschen-Fans blieben, da noch am Abend ein Spiel von Stephanie Pohl und Okka Rau gegen Holland stattfinden würde. Nachdem genug Platz da war, rückten die Deutschen-Fans alle zusammen auf eine Tribüne. Dann ging die Party los.

IMG_2305 Nachdem die deutschen Athleten auf das Feld eingelaufen waren zündeten wir unsere Fußball-Parolen. Wir waren so laut, dass nach kurzer Zeit eine ganze Reihe Chinesen vor uns standen, um uns zu fotografieren. Das hatten sie wohl noch nicht erlebt. Den Fernsehkameras entging das auch nicht. Einer aus unseren Reihen bekam während des Spiels einen Anruf aus Deutschland auf sein Handy und wurde informiert, dass man uns gerade im Fernsehen gesehn hatte. Das motivierte noch mal, lauter zu werden.

Am Ende half den Niederländern auch nichts mehr und unsere deutschen Spielerinnen zogen ins Achtelfinale des olympischen Beachvolleyballturniers ein.

Was ein Abend, der um 0:30 Uhr und mit einer heiseren Stimme ihren Ausklang fand!