Nachdem Stefan Raab mit seiner Show Deutschland in den letzten Jahren auf den Sport des Turmspringen eingestellt hatte, besuchte ich heute das Halbfinale im Dreimeterspringen der Frauen.
Von außen sieht es wirklich aus wie eine große Blase: Als ich mich gegen 19:00 Uhr auf dem Gelände des Olympic Green befinde, sticht das blau erleuchtete Aquatics Zentrum, oder auch Water Cube genannt, schon heraus. Nähert man sich dem großen Würfel, so wird es immer faszinierender. Denn die Blasen sehen so aus als wären sie aus Wasser.
Aber ich bin ja nicht hier zum Bestaunen der Stätte, sondern der Wettkämpfe im Turmspringen. Somit mache ich mich auf in das riesige Gebäude. Es dauert kurz, bis ich meinen Platz gefunden habe und mir auffällt, dass der deutsche Ticketvorverkauf diesmal besser geklappt hat und alle Deutschen zusammensitzen. Nach kurzer Kennenlernrunde betrachte ich das Schwimmbad von innen.
Rechts sieht man das riesige Schwimmbecken. Hier hat also Michael Phelps seine 10 Medaillen gewonnen und Britta Steffen zwei goldene für Deutschland. Gleich daneben das Turmspringbecken. Wer schon einmal in München im
Olympiaschwimmbad war, weiß, wie es ungefähr aussieht. Neben mehreren Dreimeterbrättern für das Synchronspringen ragt der große Zehnmeterturm von allen heraus. Auffällig ist der Weg nach oben, denn ihr ist nicht nur eine kleine Leiter, sondern eine richtige Wendeltreppe installiert.
Dann gehen auch schon die riesigen Bildschirme an und die Springer kommen heraus. Neben zwei deutschen Springerinnen sind vor allem die chinesischen sehr beliebt. Nach kurzer Vorstellung geht es auch schon los.
Es werden 5 Durchgänge gesprungen. Der erste Sprung ist bei allen gleich. Mehrere Saltos und ins Wasser. Leider sieht es für die Deutschen nicht sehr gut aus. Im Zweiten bis zum letzten Durchgang drehen dann die Chinesen richtig auf und räumen alles ab, was geht. Wir bewundern ihre Schrauben und Drehungen, die mit Perfektion ausgeführt werden.
Am Ende hat es für unsere deutschen Springerinnen nicht gereicht. Leider ist der Finaleinzug verpasst. Die chinesischen Fans sind jedoch sehr happy. Ihre Springerinnen setzten sich an die Spitze der Tabelle. Irgendwie auch kein Wunder mehr.
Ich ärgere mich jetzt schon eine Woche darüber und gestern war es wieder mal so weit. Nachdem ich live sah, wie Mirko Englich ins Finale kam, wollte ich mir das Finale dann später im Fernsehen anschauen, da ich keine Karten fürs Finale hatte.
Was passiert ist typisch für die Berichterstattung von CCTV. Ich schalte den Fernseher ein und sehe zum Xten mal die Wiederholung der Turnwettbewerbe, in denen China die Goldmedaille geholt hat. Auf den anderen 3 Olympiakanälen das gleiche Spiel. Entweder werden irgendwelche Reruns gezeigt oder nur Wettkämpfe, die für China besonders gut sind. Das nervt!
Einige Veranstaltungen werden schon gezeigt. Jedoch sobald ein Chinese rausfliegt, ist die Veranstaltung für das Fernsehen gestrichen. Als ich am Dienstag die Kanufahrt von Grimm gesehen habe, war ich schon glücklich, dass es im Fernsehen lief. Das war dann schon zu viel des Guten, denn nachdem die Entscheidung der Medaillen klar war, wurde weggeschaltet. Keine Medaillenzeremonie. Nichts. Stattdessen zum hundertsten Mal ein Rerun des verlorenen Basketballspiels gegen die USA.
Ich habe volles Verständnis für den chinesischen Stolz und dass man lieber Medaillenrunden von Chinesen überträgt.
Wenn man jedoch bedenkt, dass sich so viele Touristen im Land befinden, sollten doch wenigstens die wichtigsten Entscheidungen übertragen werden und den anderen Nationen ein bisschen Respekt und wenigstens die Medaillenzeremonie gezeigt werden.
Es bliebe ja noch die Möglichkeit das Ganze über andere Wege zu schauen, wie zum Beispiel im Internet. Die deutschen Seiten sind ein tolles Vorbild und haben mit olympia.ard.de und zdf.de ein sehenswertes Angebot geschaffen. Leider verhindert die internationale Rechteverteilung, dass man genau diese Angebote aus China wahrnehmen kann. Man wird schlicht und einfach geblockt.
Natürlich ist es sehr schön hier in Beijing sein zu können, um die Spiele live mitzuerleben. Aber leider eben auch nur die Veranstaltungen, die man wirklich live sieht. Denn darüber hinaus bekommt man nicht viel mit. Manchmal wünscht man sich dann doch nach Hause vor den Fernseher um das ganze Geschehen verfolgen zu können.
Irgendwie schade!
Nachdem fulminanten Silbersieg von Mirko Elmich, ging es heute ein bisschen ruhiger zu: Tischtennis oder Pingpong wie es die Chinesen nennen. Es war ruhig, weil bei diesem Turnier sich das Team-Deutschland schon für die Endrunde qualifiziert hatte und heute nur der Kampf um die Bronzemedaille ausgetragen wurde, ohne deutsche Beteiligung.
Wieder machte ich mich früh auf den Weg. Diesmal zu weltbekannten Peking Universität. Dort angekommen warteten schon einige Chinesen vor der Halle. Kein Wunder, da Pingpong in China als Nationalsport angesehen wird.
Die Halle war ähnlich aufgebaut wie die Ringerhalle. In der Mitte befanden sich bereits die vier Tischtennisplatten. Sobald betraten dann auch gleich die Athleten die Felder.
Da wir uns hier in den Mannschaftswettbewerben befanden, gab es je erst zwei Einzelspiele, bevor ein Doppel folgte. Besonders spannend war das Spiel um das kroatische und österreichische Team. Keiner konnte das Spiel so richtig unter Kontrolle bringen, so dass sie bis zum Schluss ziemlich gleichwertig spielten, jedoch Kroatien letztendlich den kürzeren ziehen musste.
Auch spielten die Teams Taiwan und Hongkong gegeneinander und die chinesischen Fans wussten nicht so recht, für wen sie klatschen sollten. Bis dann ein mutiger Fan aufstand und „Zhonguoren jia yo” schrie (China, nach vorne!). Nach einem kurzen Lacher stimmten alle ein. Am ende war Hongkong das stärkere Team und gewann.
Bevor ich die Halle gegen Ende verlies, kaufte ich mir noch etwas zu trinken. Da vielen mir die superguten Preise für die Verpflegung der Gäste auf. Ein Wasser kostete gerade mal 3 Yuan. Bier gab es schon für 5 Yuan (umgerechnet 50 Cent). Das sind Preise!
So ging dann auch dieser Olympiatag zu Ende. Morgen erwartet euch dann ein Bericht zu den Halbfinals des Turmspringwettkampfes vom Dreimeterbrett. Ihr dürft also gespannt sein!
Heute hat Mirko Englich im Ringen die olympische Silbermedaille für Deutschland geholt. Ich war dabei – Ein Augenzeugenbericht von jaybjay.
Jetzt ist schon fast eine Woche Olympia vorbei und nach den grandiosen Auftaktveranstaltungen ging es heute wieder zum Ringen in die Agricultural University of Peking. Diesmal jedoch mit einer stärkeren Motivation, da die Vorrunden in der 84, 96 und 120 kg Gewichtsklassen ausgerungen wurden und Mirko Englich für das Team Deutschland angetreten war.
Wie beim letzten Mal (Link), ging es schon sofort los mit dem Ringen, als ich die Halle betrat. Diesmal viel jedoch auf, dass einige Deutsche in der Halle ihren Platz gefunden hatten. Allen voran Familie Englich, um für ihren persönlichen Ringer Mirko Stimmung zu machen.
Als er das erste Mal die Halle betrat, konnte man schon spüren, dass dies sein Tag sein würde. Zuerst trat er an gegen einen Koreaner, den er locker 0:2 besiegte. Im Achtelfinale ging es dann gegen einen Albaner, den er auch souverän bezwang. Danach ging es auch schon ins Viertelfinale, und somit um eine Medaille, gegen den Amerikaner Wheeler.
Es tat mir im Herzen weh. Ich habe während meines einjährigen USA-Aufenthaltes den Ringsport kennen- und lieben gelernt. Nun das Duell der beiden Nationen, die mir in diesem Sport am meisten bedeutet. Am Ende war es dann jedoch Englich der klar bessere und zog verdient ins Finale ein!
Der Kampf war wirklich unvergesslich, denn ich stand direkt bei der Familie des Athleten. Sie schrien und feuerten ihn an und freuten sich dementsprechend danach. Überglücklich nahm Mirko seinen Sohn und hielt ihn in die Höhe. Er bedankte sich bei den Fans und seiner Familie und ging dann überglücklich aus der Halle.
Nicht umsonst freute er sich so sehr. Er ist der erste deutsche Ringer seit 17 Jahren, der überhaupt eine Medaille bekommen hat.
Somit lasst ihn uns feiern und danken. Ein toller Mann, ein toller Sport. Was ein Ereignis!
Es ist Olympia-Zeit und ich bin immer fleißig am schreiben. Primär jedoch für Webnews.de und daher kommt immer alles erst ein paar Tage später auf den Blog.
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Jetzt noch viel Spaß beim Lesen! Grüße aus der Olympia-Stadt Peking,
JayJay
Nach einem unerträglich heißen und schwülen Tag in Peking, dem ich vor dem Fernseher verbrachte, machte ich mich heute auf den Weg zu meinem nächsten Olympischen Live Event: Beach Volleyball!
Das Beachvolleyballfeld liegt im Chaoyang Park, einer riesigen Anlage im Osten Pekings. Zuerst wollte ich selber von der U-Bahn zum Feld laufen, merkte aber dann, als ich mich doch entschieden hatte den Bus zu nehmen, dass es auf der Karte kleiner aussieht als in Realität. Ein Klassiker in Peking.
Am Gelände angekommen musste ich natürlich wieder durch die Security. Wie immer ging alles schnell und die Volunteers waren sehr freundlich. Kaum war ich durch, stand ich auch schon vor der riesigen Anlage.
Als ich mich auf die Zuschauerränge des Feldes begab, waren dort schon einige Menschen, die die spielenden Team Schweiz und Lettland anfeuert. Sehr lustig anzusehen: Die Schweizer schrien „Hop Schwitz“ und die Chinesen wollten einstimmen, bekam jedoch nur ein gebrochenes „Ho Schwi“ heraus.
Ich konnte mir dann auf meinem Platz einige Volleyballspiele anschauen, jedoch war das Drumherum noch viel interessanter. Denn ähnlich wie im Basketball, gibt es Cheerleader, laute Musik und Animateure. Wenn eines der Teams einen erfolgreichen Block durchgeführt hatte, wurde, zu meiner großen Überraschung, das Lied „Mein Block“ vom deutschen Rapper Sido eingespielt. In den Pausen sorgten die Cheerleader von verschiedenen Nationen und die lustigen Fuwas, die olympischen Maskottchen, für Stimmung. Sogar die etwas trägen Chinesen wurden von den von Animateuren dazu gebracht, eine Laolawelle zu beginnen. Alles in allem ein riesen Spaß.
Da es sich nur um eine Vorrunde handelte, verschwanden von Spiel zu Spiel immer mehr Zuschauer. Nur die Deutschen-Fans blieben, da noch am Abend ein Spiel von Stephanie Pohl und Okka Rau gegen Holland stattfinden würde. Nachdem genug Platz da war, rückten die Deutschen-Fans alle zusammen auf eine Tribüne. Dann ging die Party los.
Nachdem die deutschen Athleten auf das Feld eingelaufen waren zündeten wir unsere Fußball-Parolen. Wir waren so laut, dass nach kurzer Zeit eine ganze Reihe Chinesen vor uns standen, um uns zu fotografieren. Das hatten sie wohl noch nicht erlebt. Den Fernsehkameras entging das auch nicht. Einer aus unseren Reihen bekam während des Spiels einen Anruf aus Deutschland auf sein Handy und wurde informiert, dass man uns gerade im Fernsehen gesehn hatte. Das motivierte noch mal, lauter zu werden.
Am Ende half den Niederländern auch nichts mehr und unsere deutschen Spielerinnen zogen ins Achtelfinale des olympischen Beachvolleyballturniers ein.
Was ein Abend, der um 0:30 Uhr und mit einer heiseren Stimme ihren Ausklang fand!
„Mr. Xiong aus Peking verteilt seine erworbenen Tickets kostenlos an Leute, die das Rauchen aufgeben“ so ein Bericht aus der Beijing Press.
Die letzten Tage hier in Beijing haben gezeigt, dass noch viele Leute nach Tickets suchen. Einige sind von weit her angereist nur, um zu erfahren, dass es keine Tickets mehr zu normalen Preisen gibt. Zum Beispiel wurde ich gestern in der Bahn angesprochen, ob ich nicht mein Ticket für den Ringwettkampf verkaufen will. Solche Leute mussten wohl Mr. Xiong zu seinem Plan getrieben haben.
Zu Hause sitzen jetzt seine Frau und seine Kinder und ärgern sich, denn Mr. Xiong hat sich entschlossen, die Tickets, die er in der zweiten und dritten Verlosungsrunde gewonnen hatte, komplett an einen zu verschenken, der das Rauchen aufgibt. Zur Kontrolle will Herr Xiong engen Kontakt mit der Person halten und so sicherstellen, dass er es nicht wieder anfängt.
Hier ging das untypische Angebot schon durch alle Medien. Warum Herr Xiong die Tickets nicht mehr haben will, ist unklar. Anscheinend ist er nur ein großer Antiraucher. Die Veranstaltungen sind gar nicht mal so schlecht:
· Fußball Halbfinale
· Basketball Vorrunde
· Volleyball Halbfinale
Also wenn ihr euch gerade in Peking befindet und vorher nicht an Tickets gedacht habt, schreibt Herrn Xiong eine Email an: ky2008305@yahoo.com.cn Natürlich ist Voraussetzung, dass ihr raucht und es aufgeben wollt. Vielleicht lohnt es sich ja für euch!
Heute durfte ich hier in Peking meine erste Olympia-Veranstaltung besuchen. Ich war live dabei bei den Vorrundenkämpfen vom Ringen in der Halle der Landwirtschaftsuniversität von Peking. Für Webnews habe ich natürlich alles dokumentiert:
Am Vorabend ging es schon los. Ich rief bei der deutschen Hotline hier in Peking an, um nach dem besten Weg zu fragen, um zur Agricultural University of Beijing zu kommen. Der nette Chinese am Telefon fand es für mich heraus, war jedoch so nervös deutsch zu sprechen, dass er einige lustige Sprechfehler machte. Letztendlich bekam ich dann doch noch die Info.
So machte ich mich gleich heut Morgen um 7 Uhr auf zur Universität und kam dort um 9:00 Uhr an. Ich begab mich gleich zu den Security Checks, wo schon lange Schlangen warteten. Letztendlich gin es dann doch recht flott. Das Ticket wurde auf einen Scanner gelegt, und nachdem eine grüne Lampe anging, konnte man durch. Der Check verlief dann genauso wie im Flughafen.
Gleich, nachdem ich aus dem Securityzelt herauskam, begrüßte mich ein netter Volunteer, der mir den Weg zum Eingang wies. Als ich die riesige Halle betrat, sah ich schon die großen Ring-Matten. Sofort als ich mich hinsetzte, ging es auch schon los. Die Kontrahenten wurden mit tosenden Applaus (es waren Chinesen) auf die Matte geleitet und fingen an zu wrestlen.
Für mich war es etwas ganz Besonderes zuzuschauen, da ich den Sport selber einmal betrieben habe. Neben ein paar Europäern und Amerikanern waren vor allem slavische Athleten zu sehen. Vor allem Azerbaijan, Russland und Kasachstan waren an diesem Tag sehr erfolgreich.
Ich durfte die Veranstaltungen bis zum Halbfinale sehen und mitbekommen, wie teils sehr hart gekämpft wurde. Die Fans waren dabei auch nicht still. So gab es eine große Delegation aus Azerbaijan die kräftig ihre Athleten unterstützten.
Ringer erinnern oft an Bodybuilder, da sie stets versuchen maximal Muskelmasse aufzubauen, gleichzeitig den Fettanteil in ihrem Körper zu reduzieren, um in ihrer Gewichtsklasse zu bleiben. Besonders in den niedrigen Gewichtsklassen (hier bis 60 kg) sind das meist muskelbepackte Athleten, die wohl ständig auf Diät sind. Es gibt jedoch noch ein charakteristisches Merkmal eines Wrestlers: Die Ohren. Vom Kenner auch Blumenkohlohren genannt, da sie meist eine bestimmte Form haben. Sie entstehen durch mehrmaliges Aufschlagen des Kopfes auf das Ohr.
Am Ende der Halbfinals war es dann auch schon wieder vorbei. Ein interessanter Vormittag voller Spannung. Auch sehr interessant wie die Chinesen diese Olympischen Spiele organisieren.
Von überall schallt es Lob für die Eröffnungsfeier am Freitag. Besonders der multimediale Teil wird herausgehoben. Dabei ist heute ein Foto ins Internet gelangt, dass die Organisatoren wohl lieber verschwunden haben wollen. Ein Foto aus dem Inneren des Birds-Nest vom Freitag. Es zeigt den dreifachen Goldmedaillengewinner von 1986 Li-Ning auf dem finalen Stück des Fackellaufes an der Decke des Stadions. Daneben ein großer Blue-Sreen. Das verhasste Zeichen eines abgestürzten Windows-Computers.
Jeder Windows-User wird wohl schon einmal das gleiche Problem gehabt haben. Plötzlich stürzt der Rechner ab und man bekommt nur noch den blauen Bildschirm zu Gesicht. Dieser „Blue Screen of Death“ oder auch unter BSOD bekannt.
Das das bei der Eröffnungsfeier passiert ist jetzt schon legendär. Nicht zum ersten Mal ist das vor der Weltöffentlichkeit passiert. Man denke zurück an den peinlichen Auftritt von Bill Gates als er Windows 98 vorstellte.
Sollte man dann doch lieber Mac OX oder Linux benutzen?
Für die einen ist es ein neues Land, für andere schon lange ein zu Hause. Die Olympischen Spiele drehen die Stadt herum und manchmal kann man Auswanderer nicht mehr von Touristen unterscheiden. In chinesischen Blogs wird kräftig diskutiert, was man das gegen tun kann:
Für Non-Touristen
- Bleib zu Hause – Fahre zum Supermarkt und kaufe dir Vorräte für die nächsten zwei Wochen. Wenn du hier wohnst willst du nicht unbedingt anhören, wie Touristen betrogen worden sind oder, dass alle immer so drängeln im Bus.
- Spreche Chinesisch, auch wenn du es nicht kannst – Wenn du doch rausgehen solltest, spreche ein bisschen Chinesisch mit den Einheimischen. Das beeindruckt die olympischen Touristen durchaus. Wenn du kein Chinesisch sprichst, tu einfach so. Den Gesichtsausdruck eines Chinesen hast du bestimmt schon gelernt zu lesen.
- Halte den Kinderausdruck von deinem Gesicht fern – Um dein Gesicht vor den anderen Bewohnern nicht zu verlieren, gucke nicht begeister. Egal was passiert. Behandele alles mit chinesischer Ruhe, also mit Gleichgültigkeit.
Für Touristen
- Zieh dich um – Kennst du diese Seidenkleidung, die du dir im Markt gekauft hast und jetzt trägst? Alle denken du siehst aus wie ein Trottel darin. Darum heb es dir auf für dein Heimatland, wo alle dich bewundern werden. Aber für jetzt: Zieh dich um!
- Sei nicht unglücklich – Du wirst ausgetrickst, abgezockt und Leute verstehen dich nicht. Sei nicht traurig darüber. Das macht jeder Tourist mal durch.
- Ganz wichtig: Kein Trinkgeld! – Bitte gebe dem netten Taxifahrer, der versucht hat, sich mit dir in seinem gebrochenen Englisch zu unterhalten, kein Trinkgeld! Das macht man hier nicht. Denke an die Leute, die hier wohnen, und zerstöre nicht ihr Trinkgeldloses-Leben.
Wer die Tipps beachtet wird wohl sehr gut durch die Olympiazeit kommen. Für die meisten ist Olympia halt die schönste Zeit für andere nur ein Graus.